Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Ausbruch der Pest in Europa

Im 14. Jahrhundert ereignete sich die schrecklichste Katastrophe, die die Menschheit jemals heimsuchte, die Millionen Menschenleben dahinraffte und jeden sozialen Fortschritt zunichte machte. Der Schwarze Tod, wie die Pest genannt wurde, ging um.

1333 breitete sich die Beulenpest vom fernen Asien aus aus. Ende 1346 waren Zentralasien, Ägypten und fast ganz Südeuropa infiziert. Vor allem in Sizilien, Süditalien und Frankreich grassierte die Seuche Pest mit unerbittlicher Heftigkeit. 1349 wurde die Pest über Holland nach England eingeschleppt und erreichte schließlich auch Polen. 1351 wütete sie dann in Russland. 1348 starben in Florenz 120.000 Menschen und fast ebenso viele in Venedig und London an der Pest. 1353, also zwanzig Jahre nach ihrem Ausbruch, flaute die Pest wieder ab, trat allerdings in den darauf folgenden Jahren noch in regelmäßigen Abständen hier und da in Europa auf. Von 1357 bis 1364 wurden Südfrankreich, Flandern und Mittelitalien erneut von der Pest Krankheitswelle heimgesucht. Man nimmt an, dass in dreißig Jahren etwa 25 Millionen Europäern das Leben in Folge der Pest Epidemie starben. Das war ein Drittel der Bevölkerung jener Zeit, der frühen Neuzeit.

Die Menschheit durchlebte im 14. Jahrhundert zweifellos eine Periode tiefer Depression. Die Ursache der Seuchen wurde der Konjunktion der Sterne, dem Sittenverfall, insbesondere aber feindlichen Dämonen, welche die Pest mit teuflischen Salben verbreiteten und häufig auch den Juden zugeschrieben. Hier zeigte sich wieder einmal die Neigung des Volkes Personengruppen, die am Rande oder außerhalb der etablierten Gesellschaft leben, für Katastrophen wie es die Pestepidemie eben war, verantwortlich zu machen. Tausende von Juden wurden in Europa hingemordet, ihr Vermögen konfisziert, speziell in Frankreich, wo das Gerücht umging, dass sie die Quellen vergiftet hätten. Die schützende Hand der Kirche und der Regierungen konnten sie nicht vor dem Verderben bewahren. Der um sich greifende Antisemitismus wies alle Merkmale einer Massenpsychose auf.

Die Pest heute

Die Pest ist heute noch nicht besiegt. So vermeldet die Weltgesundheitsorganisation WHO für den Zeitraum von 1979 bis 1992 1451 Todesfälle in 21 verschiedenen Ländern. Die letzte größere Pestepidemie ereignete sich in Indien zwischen August und Oktober 1994, dabei gab es insgesamt 56 Tote. Im Februar 2005 kam es dann zu einer Ausbreitung von Lungenpest im Kongo, 61 Tote. 2008 folge ein Pestausbruch auf der Insel Madagaskar, dabei starben 18 Menschen, 2010 wurden 18 weitere Todesopfer verzeichnet und auch 2011 kam es zu Pesttoten. Und 2013 wurde 20 Menschen Opfer der Lungenpest.

Liste von Pandemien / Epidemien weltweit
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