Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Auslöser der Kreuzzüge

Gegen die Araber, besonders gegen die türkischen Seldschuken, die sich im Besitz der heiligen Stätten der Christenheit befanden, rief Papst Urban II. auf der Synode von Clermont, zu der von überall her Bischöfe und Kardinäle gekommen waren, 1095 zum Kreuzzug auf (Deus lo vult - Gott will es).

Dem Prediger von Amiens gelang es, viele für die Kreuzzugidee zu begeistern und der Gedanke eines Heiligen Krieges faszinierte die Christenheit. Viele der Kreuzfahrer waren davon überzeugt, mit der Vertreibung der Nichtchristen aus dem Heiligen Land und Jerusalems den Willen Gottes zu erfüllen und darüber hinaus die Erlassung aller ihrer Sünden zu erreichen. So war der Erfolg des Aufrufs enorm. Überall taten sich Freiwillige zusammen, um nach Jerusalem zu ziehen. Als ein Zeichen für ihr Unternehmen bot ihnen der Papst ein Kreuz aus Stoff auf ihre Kleidung oder ihre Rüstung zu heften. Das alles vor dem Hintergrund christlicher Berichte über Greueltaten der islamischen Machthaber gegen die christliche Bevölkerung des Heiligen Landes, die Verwüstung christlicher Stätten (Grabeskirche 1009) in Jerusalem. Zwischen 1096 und 1201 werden dann sieben Kreuzzüge durchgeführt, Jerusalem wird nur vorübergehend erobert. Erster Kreuzzug.

Wirtschaftliche Gründe spielen beim Kreuzzug eine Rolle

Weitere Ziele der Kreuzzüge sind wirtschaftliche Gründe, denn die oberitalienischen Städte, gerade die Seerepubliken Genua, Pisa und Venedig erfahren einen außerordentlichen Aufschwung ihres Handels. Eine der Folgen ist, dass das reiche Venedig eine der ersten Stadtrepubliken wird. Außerdem erhoffte sich der abendländische Adel durch die Eroberung neue Besitztümer. Gerade die jüngeren Söhne des Adels, die nicht erbberechtigt waren, sahen ihre Chancen, doch über ein eigenes Gebiet zu herrschen. Die Kreuzzüge waren für überzählige Söhne, die nicht im Kloster im Klerus untergebracht werden konnte (was meist auch recht teuer war) oder wollten.

Wirtschaftliche Gründe werden immer stärker

Ab dem vierten Kreuzzug dominierte wohl vor den religiösen Motiven die wirtschaftlichen Interessen. Das wird deutlich daran, dass Venedig den gesamten Kreuzzug nach Konstantinopel umzuleiten, mit dem Ziel den Handelskonkurrenten auszuschalten. Konstantinopel wird durch das Kreuzfahrerheer geplündert, die Beute wird nach Venedig abtransportiert.

Der Begriff Kreuzzug kam erst im 13. Jahrhundert vermehrt auf, davor wurden die Kriege als bewaffnete Pilgerfahrt sowie als bewaffnete Wallfahrt bezeichnet.
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