Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Frauen auf den Kreuzzügen

Nicht immer blieben Frauen brav zu Hause und warteten auf die Rückkehr ihrer Männer, Väter, Brüder und anderen Verwandten. Viele sahen die Kreuzzüge wohl auch als Möglichkeit einen Pilgerzug ins Heilige Land zu unternehmen und Jerusalem zu besuchen.

Natürlich gab es zahlreiche Frauen, deren Namen im Dunkel der Geschichte liegen. Schließlich wurden Heere, da machte die der Kreuzfahrer keine Ausnahme, immer auch von einem Tross begleitet und zu diesem gehörten eben oft auch Frauen. So berichtet Albert von Aachen in seiner Historia Hierosolymitanae Expeditionis über das Schicksal der Ida von Österreich, die gemeinsam mit eintausend anderen gefangenen Frauen während des Kreuzzugs von 1101 in ein ewiges Exil weggeführt worden sein sollen.

Frauen begleiteten die Kreuzfahrer vom ersten Kreuzzug an. Und die Herkunft der Frauen im Kreuzfahrerheer ging quer durch alle Schichten. Zumindest weisen darauf Augenzeugenberichte und zeitgenössische Quellen hin und auch Briefe sind überliefert, die von Frauen auf dem Weg ins Heilige Land berichteten.

Nicht von allen Frauen sind die Namen bekannt. Zu denen, die durch Quellen, Berichte und andere schriftliche Aufzeichnungen bekannt wurden kommen noch die vielen Frauen, die zum Beispiel als Wäscherinnen und andere dienstbare Geister den Tross der Kreuzfahrer angehörten.

Nicht immer blieb die Teilnahme von Frauen, gerade derer aus dem niederen bis höheren Adel kritiklos stehen, manchmal wurde die Kritik, wie bei Eleonore von Aquitanien erst Jahrzehnte später geäußert. Kritik an der Teilnahme der Frauen wurde auch in Verbindung mit Kritik an der Sexualmoral der Kreuzfahrer geübt.

Frauen auf Kreuzzügen waren nicht immer gerne gesehen

Es gab Beschlüsse gegen die Teilnahme von Frauen und der Versuch diese zumindest einzuschränken oder mit Auflagen zu verbinden. Zu einem ausdrücklichen Verbot der Kreuzzugsteilnahme von Frauen kam es dann im Vorfeld des dritten Kreuzzugs (1189-1192). Gleich auf zwei Konzilen im Jahr 1188, in Le Mans und Geddington, wurden im Vorfeld dieses Kreuzzugs neben dem Frauenverbot auch ein ganzer Katalog an Verhaltensmaßregeln aufgestellt. Mit dem Verbot der Teilnahme waren aber nur adlige Frauen gemeint, auf dienstbare Geister wie Wäscherinnen wollten die Kreuzfahrer weiterhin mitnehmen. Und Erfolgreich war man mit diesem Frauenverbot so oder so nicht. So ließ sich der englische König Richard Löwenherz sowohl von seiner Schwester Johanna als auch von seiner Ehefrau Berengaria von Navarra begleiten. Seine Mutter Eleonore von Aquitanien hatte, damals noch als Ehefrau des französischen Königs, am 2. Kreuzzug teilgenommen. Bei Richard könnte die Teilnahme von Schwester und Ehefrau aber auch praktische Gründe gehabt haben. Seine eben verwitwete Schwester Johanna befreite er auf dem Weg zum Kreuzzug in Messina auf Sizilien (1190), in Limassol erst heiratete er im Mai 1191 Berengaria von Navarra.

Hier eine Übersicht von Frauen, deren Namen überliefert sind und die an dem einen oder anderen Kreuzzug teilgenommen haben.

Berühmte Frauen während der Kreuzzüge

Eschiva von Bures

Eschiva von Bures war Fürstin von Galiläa und Gattin des Grafen von Tripolis. Sie versuchte Tiberias gegen Saladin zu halten, wurde nach der Schlacht von Hattin aber gefangenen genommen. - Eschiva von Bures

Ida von Österreich

Die Markgräfin Ida von Österreich nahm am Kreuzzug von 1101 teil. Ob sie die Schlacht von Heraklea überlebte, darum rankte eine Kreuzfahrerlegende. - Ida von Österreich

Stephanie von Milly

Stephanie von Milly (gestorben um 1197) war Herrin von Oultrejordain und eine einflussreiche Frau im Königreich Jerusalem. Ihr dritter Ehemann war Rainald von Chatillon, dessen Übergriffe Saladin reizte und zur Schlacht von Hattin führte. - Stephanie von Milly
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