Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Ida von Österreich

Ida von Österreich, Teilnehmerin am Kreuzzug von 1101.
Ida von Österreich, Teilnehmerin am Kreuzzug von 1101.
Das genaue Geburtsdatum der Ida von Österreich ist nicht überliefert. In verschiedenen Quellen wird ihr Geburtsjahr mit 1055 angegeben. Ida von Österreich nahm am Kreuzzug von 1101 teil. Sie starb vermutlich im September des Jahres 1101 bei Heraklea. Es gibt aber auch Gerüchte bzw. eine Kreuzfahrerlegende, dass die Markgräfin von Österreich länger lebte und Mutter des Zengi gewesen sei.

Wie auch das Geburtsdatum so ist auch die familiäre Herkunft der Ida von Österreich, auch Itha genannt, nicht ganz gesichert.

So wird Ida in einer Chronik aus dem Jahr 1463 als Tochter des römischen Kaisers Heinrich III. bezeichnet. Andere Quellen ordnen Ida den Grafen von Formbach zu. Andere wähnen sie aus dem Geschlecht der Rapotonen. Geklärt ist ihre familiäre Bande nicht, immerhin ist eine Ehemann gesichert überliefert. So nimmt man an, dass Ida vor ihrer (gesicherten) Ehe mit Leopold II. von Österreich bereits verheiratet war und zwar mit dem Adligen Haderich von Schwarzenburg. Mit Haderich hatte Ida wohl mindestens einen Sohn, den jüngeren Haderich. Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes ging Ida eine zweite Ehe ein und zwar mit Markgraf Leopold II. von Österreich.

Leopold II., der Schöne, auch Liutpold, wurde wohl 1050 geboren. Er müsste damit gleichaltrig mit Ida gewesen sein. Der Markgraf stammte aus dem Geschlecht der Babenberger. Leopold und Ida hatten einen Sohn, Leopold III. sowie sieben Töchter (nach anderen Quellen ein Sohn und drei Töchter).

1095 stirbt der zweite Ehemann der Ida von Österreich. Leopold III. war zu diesem Zeitpunkt bereits über 20 Jahre alt.

Teilnahme am Kreuzzug von 1101

Ida von Österreich schloss sich zusammen mit Erzbischof Thiemo von Salzburg den Herzögen Welf IV. von Bayern und Wilhelm IX. von Aquitanien an um am Kreuzzug von 1101 teilzunehmen. Die genauen Gründe für ihren Entschluss am Kreuzzug teilzunehmen sind wohl nicht bekannt. Zum einen könnte es natürlich eben der Wunsch nach einer Pilgerfahrt gewesen sein bzw. der Wunsch das Kreuz zu nehmen. In der Zimmerischen Chronik wird außerdem als Teilnehmer des ersten Kreuzzugs ein Graf Heinrich von Schwarzenburg erwähnt. Dies könnte ein Sohn aus erster Ehe der Ida von Österreich gewesen sein, vielleicht wollte Ida diesem einfach nachreisen.

Ida von Österreich erreichte Konstantinopel. Von dort ging es weiter durch Kleinasien. Auf dem Marsch wurden die Kreuzfahrer dann bei Heraklea, heute Eregli in der Türkei, von einem Heer der Seldschuken überrascht. Das Heer wurde völlig aufgerieben. Nur die Herzöge Welf IV. von Bayern und Wilhelm IX. von Auqitanien konnten sich durch Flucht retten. Man nimmt an, dass Markgräfin Ida von Österreich bei Heraklea den Tod fand.

Allerdings gibt es verschiedene Quellen über ihr Schicksal.

Schicksal der Ida von Österreich

Ekkehard von Aura nahm ebenfalls am Kreuzzug von 1101 teil. Ein Augenzeuge der Ereignisse bei Herakela war Ekkehard von Aura allerdings nicht, während die Herzöge und Ida den Weg durch Kleinasien genommen hatten, hatte sich Ekkehard in Konstantinopel eingeschifft. In seiner Chronik zum Jahr 1101 bemerkt der deutsche Chronist dann auch nur lapidar, die Markgräfin sei erschlagen worden. Als Quellen dienten Ekkehard wohl Überlebende der Schlacht von Heraklea, die er einige Wochen später in Jaffa getroffen hatte.

Allerdings gibt es noch die Historia Hierosolymitanae Expeditionis des Albert von Aachen. Dieser schreibt ebenfalls nicht als Augenzeuge aber als Zeitzeuge zeitnah in Buch 8, Kapitel 39, dass einige sagen, die Markgräfin sei gefangen genommen und zusammen mit eintausend anderen gefangenen Frauen, die das Kreuzfahrerheer begleitet hatten, in ein aeterno exilio (ewiges Exil) in das Königreich Chorasan weggeführt worden.Alber von Aachen hatte seine Informationen wohl vom Hörensagen.

In der Historia Welforum, die allerdings erst 1170 stammte und sich mit der Geschichte der schwäbischen Welfen befasst, berichtet der anonyme Verfasser in Kapitel 13, ein sarazenischer Fürst habe die Markgräfin geraubt und mit ihr jenen verruchten Sanguin gezeugt. Bei Sanguin handelt es sich um Zengi, der seldschukische Statthalter von Mossul.

Allgemein wird angenommen, dass Ida von Österreich bei Herakela den Tod fand. Das die Markgräfin die Mutter des Zengi, dessen Geburtsdatum auch mit 1087 angenommen wird, gewesen sein soll, ist wohl eher eine Kreuzfahrerlegende.

Ida braf ins Heilige Land gemeinsam mit Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien (1071-1126) auf. Der Herzog war Vater von Raimund von Poitiers (1099-1149), Fürst von Antiochia, und des Wilhelm X., Vater der Eleonore von Aquitanien, die am Zweiten Kreuzzug teilnahm.
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