Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Geschichte Jerusalem Dreifach heilige Stadt

Jerusalem gilt den Juden, Christen und Muslimen als heilige Stadt. Den Abraham wollte Gott hier seinen Sohn Isaak opfern. Adam soll hier begraben liegen. König David lebte hier, König Salomon lies den ersten jüdischen Tempel erbauen. Jesus wirkte in Jerusalem, wurde hier gekreuzigt und stand wieder auf. Den Muslimen ist Jerusalem heilig, den hier band der Prophet Mohammed sein Pferd al-Buraq fest um anschließend auf einer Leiter gen Himmel zu steigen.
So heißt Jerusalem auf arabisch auch Al Quds, die Heilige. Jerusalems hebräischer Name ist Yerushalayim, Stadt des Friedens.

In den 3000 Jahren ihrer Geschichte, wurde die Stadt Jerusalem 18 Mal erobert, häufig dabei zerstört, um wieder zurück erobert und wieder belagert zu werden und immer wieder aufgebaut.

Heute gibt es in Jerusalem über 30 Religionsgemeinschaften.

Geschichte Jerusalem Zeittafel

997 v. Chr.: Der Bibel nach eroberte König David Jerusalem und macht die Stadt zum politischen und religiösen Zentrum des Israelitenreiches. Ägyptische Quellen belegen die Existenz Jerusalem als kanaanäische Stadt mit Namen Uruschalim seit dem 18. Jahrhundert v. Chr. Wahrscheinlich ist Jerusalem eine der ältesten Städte der Welt und schon seit 5000 Jahren durchgehend bewohnt.


965 v. Chr.: Nach dem Tod von König David regiert sein Sohn König Salomo (bis 926). Er soll einen Palast und den ersten Tempel für Jahwe erbaut haben. Nach König Salomons Tod spaltet sich das Königreich in die Staaten Juda im Süden und Israel im Norden. Jerusalem wird die Hauptstadt des Südreichs Juda.


597 v. Chr.: König Nebukadnezar II. erobert Jerusalem zum zweiten Mal und führt die jüdische Oberschicht in die Gefangenschaft. Die Stadt und insbesondere der erste Tempel wird zerstört, die Schriften der Juden verbrannt.


538 v. Chr.: Den Juden wird gestattet, die Stadt Jerusalem und den Tempel wieder aufzubauen. Das dauert mehrere Jahrzehnte (Nehemia).


73 v. Chr.: König Herodes I., Herodes der Große wird geboren. Er herrscht bis 4 n. Chr. über Jerusalem. Er erobert im Krieg gegen Antigonos (39 bis 37 v. Chr.) die Stadt. Er beginnt 20 v. Chr. mit den prächtigen Um- und Ausbau des zweiten Israelischen Tempels, der daraufhin den Namen Herodianischen Tempel erhält. Der neugebaute Tempel wird um 10 v. Chr. Eingeweiht.


70 n. Chr: Der wiederaufgebaute Tempel von Jerusalem wird nach einem jüdischen Aufstand auf Befehl des römischen Kaisers Titus geschliffen. Diese Tat verherrlicht er auf einen Triumphbogen in Rom. Einige Historiker vermuten, dass die Juden ihren Tempel selbst angezündet haben, um seine Entweihung durch die Römer zu verhindern. Von der Klagemauer wird heute angenommen, dass sie der einzige erhaltene Teil der unter Herodes errichteten Westmauer der Tempelanlage sei.


691: Auf der Tempelstätte wird der islamische Felsendom und 705/715 die Al-Aqsa-Moschee erbaut. Für viele Muslime gilt sie als drittwichtigste Moschee des Islams. In ihr ließ sich 118 der von Hugo von Payns gegründete Tempelorden nieder.


1099: Während des 1. Kreuzzugs erobern Truppen unter der Führung von Gottfried von Bouillon Jerusalem. Unter der Bevölkerung wird ein Blutbad angerichtet. Innerhalb weniger Tage töten die Kreuzritter etwa 20.000 Bewohner. In der Folge wird das christliche Königreich Jerusalem gegründet, das aber keine hundert Jahre bestand hat.


1187: Jerusalem wird von dem kurdischstämmigen Sultan Saladin von den Kreuzrittern befreit. Saladin erlaubt keine Plünderungen. Die Grabeskirche wird von ihm verschont, allerdings lässt er das Kreuz vom Felsendom abnehmen, zum Zeichen seines Sieges im Namen Allahs.


1229: Unter Kaiser Friedrich II., der den 5. Kreuzzug unternimmt, ist Jerusalem wieder kurzzeitig in christlicher Hand.


Ab 1244: Jerusalem ist von nun an fast 700 Jahre in muslimischer Hand. Die folgenden Kreuzzüge haben nicht das primäre Ziel Jerusalem zurück zu erobern, sondern richtet sich gegen Ägypten und Tunis.


1535: Unter Sultan Süleiman I. wird die Stadtmauer neu errichtet. Süleiman gibt der Altstadt von Jerusalem ihre heutige Struktur.


1917: Britische Truppen besetzen Jerusalem. Palästina wird britisches Mandatsgebiet. Jüdische Siedler, die zurück ins gelobte Land wollen, melden erstmals ihre Ansprüche an.


1948: Der Staat Israel wird gegründet. Jerusalem gehört allerdings noch nicht dazu.


1967: Israel gewinnt den Sechs-Tage-Krieg und erobert dabei Jerusalem. Erstmals seit 1948 können Juden wieder an der Klagemauer beten.


Jerusalem heute

Jerusalem hat heute mehr als 800.000 Einwohner. Sowohl Israel als auch der Staat Palästina sehen die Stadt als ihre eigene Hauptstadt an, beide Ansprüche sind internationale aber umstritten. In der Stadt befinden sich der Sitzt des israelischen Staatspräsidenten, die Knesset und das Oberste Gericht Israels. In der Stadt begegnen sich heute noch viele Kulturen der Antiken und Moderne. Die Altstadt ist in das jüdische, christliche, armenische und muslimische Viertel gegliedert. Umgeben wird sie von einer Mauer. Kontrolliert wird Jerusalem von Israel.

Einer Statistik zu Folge soll es in Jerusalem heute 1204 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen geben.
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