Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Die Constitutio Criminalis Carolina (CCC) - das erste deutsche Strafgesetz - Verfahren und Rechtsgrundlage

Der Titel "Peinliche Gerichtsordnung" nennt das Vorgehen: Peinlich befragt, abgeleitet von Pein, Schmerz, heißt foltern. Nur mit der Folter als Mittel der Wahrheitsfindung ließen sich die absurden Hexengeständnisse erreichen. Sie bezeugen die krankhafte Phantasie der Richter und nicht die der Befragten. Die Carolina beschrieb Zauberei als ein Verbrechen gegen Leib und Gut des Menschen; die Justiz machte daraus ein Verbrechen gegen Gott. Mehr als ein wirklicher Schaden an Menschen oder Vieh interessierte die Folterer der Teufelspakt, die Teufelsbuhlschaft und der Hexentanz. Zur Anzeige reichten Gerüchte oder Besagung zum Beispiel die erfolterte Namensnennung um die so genannten Komplizen ebenfalls zu verfolgen. So konnten sich aus jedem Hexenprozess zahllose Folgeprozesse entwickeln.

Das Maß der Folter überließ die Carolina der Willkür der Richter und der erfinderischen Grausamkeit der Folterknechte. Die Folter wurde so oft wiederholt, bis das gewünschte Geständnis auch "freiwillig" außerhalb der Folterkammer abgelegt und noch einmal bestätigt wurde.

Wenn das Schuldbekenntnis vorlag, trat nach Vorgabe der Carolina das Blutgericht zusammen. Die Angeklagten hatten keine Chance. Der Ankläger war auch ihr Richter, Schöffen und Verteidigung nur Staffage; der Gerichtstag diente nicht der Urteilsfindung, sondern dessen feierliche Verkündigung. Da das Gesetz keine Möglichkeit der Berufung vorsah, konnte sich die Vollstreckung des Urteils unmittelbar anschließen.
Die Strafen waren grausam: gerädert, gevierteilt, ertränkt, lebendig begraben - je nach Vergehen. Für Hexen wurde nach dem Vorbild der Inquisition der Scheiterhaufen errichtet. In der Regel wurde "Gnade erwiesen" und das Opfer erst enthauptet, dann verbrannt.

Rechtsgrundlage der Carolina

Carolina, Artikel 109: Schadensstiftende Zauberei war mit dem Feuertod zu bestrafen. Zauberei ohne Schadensfolge sollte anders bestraft werden können, nämlich nach "Sachlage", worüber sich die Richter beraten lassen sollten.
Die Artikel 106, 116 und 120 beschäftigen sich als weitere Rechtsgrundlage zur Urteilsfindung in den Hexenprozessen. Die Folter wird erlaubt, soll aber nach strengen Regeln durchgeführt werden.
Artikel 116: Homosexualität und Sodomie werden mit dem Feuertod bestraft, zur Verurteilung wegen Teufelsbuhlschaft. War die angeklagte Hexe verheiratet, so stellte die Teufelsbuhlschaft für sie gleichzeitig nach Artikel 120 strafbaren Ehebruch dar.
Artikel 106: Kultische Aktionen der Hexenveranstaltungen wie Gottesverleugnung, Teufelshochzeit, Hexentanz und Hexenflug wurden als Majestätsbeleidigung Gottes behandelt, die als Gotteslästerei und Religionsfrevel mit der Todesstrafe geahndet wurden.

Erstes deutsche Strafgesetz - Carolina - Rechtsgrundlage
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