Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Hexen und Hexerei in der frühen Neuzeit

Die Verfolgung von Hexen fand nicht im finsteren Mittelalter statt, sondern zu Beginn der Neuzeit. Höhepunkt der Hexenverfolgung war wenige Jahrzehnte vor Beginn der Aufklärung.
Menschen glaubten schon immer an Zauberei und Hexerei. Im Jahre 500 erkannte das Gesetz der salischen Franken das Recht der Hexen auf Ausübung der Heilkunst an. Im Jahre 643 erklärte ein Erlass die Hexenverbrennung für ungesetzlich. Im Jahre 785 ließ die Synode von Paderborn verlauten, dass jeder, der eine Hexe verbrennt, zum Tode verurteilt werden sollte, das geschah aber nicht zum Schutz der Hexen, sondern um ihre Existenz zu leugnen.

Unter dem Christentum wird Zauberei und Hexerei aber bald bekämpft. Dabei versuchte die Kirche zunächst den Glauben an Zauberei zu verbieten, erst später bekämpfte sie Zauberei und Hexerei.

Hexen waren im Volksaberglauben häufig Zauberinnen, die mit dem Teufel im Bunde waren und so Menschen und Tieren Schaden zufügten. Erst ab dem 14. Jahrhundert wurde Hexerei durch die Kirche verfolgt. In Frankreich fand das erste Gerichtsverfahren, in dem jemand des Verbrechen der Hexerei angeklagt wurde, im Jahre 1390 statt.

Nach dem französischen Staatsphilosophen und Hexentheoretiker Jean Bodin (1529 oder 1530-1596) ist Hexerei die Kunst, die wissentlich ihre Ziele mit teuflischen Mitteln zu erreichen sucht.

Nach 1520 unterdrückt die Inquisition in Spanien, Portugal und Italien einige größere Hexenprozesse. Während im Mitteleuropa verurteilte Hexen verbrannt wurden, erhielten sie in Südeuropa häufig eine zweite Chance.

Der Kampf gegen Hexen wurde aber auch politisch Missbraucht. So war es in England früher üblich, dass Frauen als Clan-Oberhäupter Recht ausübten und vollstreckten. Diese Frauen wurden dann zu Hexenrichterinnen abgestuft, um sie dann vollständig aus dieser entscheidenden Position zu verdrängen. Wer als Hexe angeschwärzt wurde und wer nicht, hing auch von der wirtschaftlichen Situation ab. Die einen machten die Beobachtung, dass Frauen dann zur Hexe gemacht wurden, wenn sie ihre Umgebung zur Last fielen, andere meinten beobachten zu können, dass vor allem arme Frauen Opfer der Hexenprozesse wurden. Hexereiverdacht wurde benutzt um Konflikte aller Art zu lösen und unliebsame Menschen zu diffamieren.

In Europa wurden 50.000 Frauen und Männer Opfer der Hexenjagd. Sie wurden als Hexen, Hexer, Hexenmeister oder Wehrwölfe hingerichtet.
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