Hexenverfolgung und Inquisition


Ketzerei und Hexenglaube

Für die Kirche ging es nicht mehr um ein theologisches Problem oder eine Grundsatzdiskussion wie zu Zeit der ersten Häretiker, sondern um die Bekämpfung der Autorität feindlicher, gut organisierter Gruppen. Die Autoren jener Zeit bestätigten, dass sowohl die Ketzer wie die Hexen Satan anbeteten und verderbliche Riten praktizierten. Der italienische Philosoph und Theologe Thomas von Aquin (1227-1274) bestätigte die Existenz von Hexen und folglich auch von Dämonen.

Aufgrund seiner Autorität war die Haltung des Thomas von Aquin gegenüber dem Hexenglauben sicherlich von entscheidender prägender Bedeutung für seine Umwelt. Im Gegensatz zu anderen Theologen vor ihm, die behaupteten, die Zauberei bestehe nur in der Einbildung und der Furcht der Menschen, unterstützte Thomas von Aquin somit entschieden den Hexenwahn der Gläubiger. Sein Urteil war mit eine Grundlage für alles das, was gegen die Hexen unternommen wurde.

Thomas von Aquin setzte sich auch für die Hinrichtung von Häretikern aus. Deren Vergehen setzte mit Falschmünzern, die damals ebenfalls hingerichtet wurden, gleich.

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