Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Hexenverfolgung und Inquisition: Zeitalter der Hexenprozesse

Die theoretischen Grundlagen über das was man unter Hexenwesen versteht wurden im 15. Jahrhundert aufgestellt. Es kam bereits vorher zu Verhandlungen, die schon Ähnlichkeiten mit den späteren Hexenprozessen hatten. Noch kann aber nicht klar zwischen Ketzer- und Hexenprozessen unterschieden werden. Wann genau die Hexenprozesse begannen und wann sie endeten, lässt sich nicht genau an Jahreszahlen festmachen. Die überwiegende Zahl von Hexenprozessen fanden zwischen 1300 und 1750 statt. In diese Zeit sind auch die Naturwissenschaften und die magischen Geheimwissenschaften fließend. So waren Astronomen auch Astrologen. Johannes Kepler (1571-1630) war Astronom aber auch eben Astrologe. So erstellte Kepler dem Heerführer Albrecht von Wallenstein Horoskope. Aber auch Ärzte waren häufig Astrologen, Ärzte die sich nicht auf das Deuten der Sterne verstanden, waren häufig wenig erfolgreich. Unbekannte Krankheiten wurden in dieser Zeit als durch Hexen angezaubert angesehen. So war Anzauberung von Krankheiten, häufig auch ein Anklagepunkt in den Hexenprozessen.

Die Grenzen zwischen Glaube und Aberglaube sind fließend

In dieser Zeit gingen Glaube und Aberglaube auch ineinander über. Prediger zogen durch die Länder und berichteten den Gläubigen und Abergläubigen von Fischen mit Papstköpfen, Monstergeburten, Meerwundern und anderen außergewöhnlichen Erscheinungen. Diese Predigten hatten häufig Weltuntergangs- und Endzeitstimmung unter der Bevölkerung zur Folge. Man dachte das Ende der Welt stehe vor der Tür.

Naturwissenschaftliche Forschungen

Allen Aberglauben zu Trotz wurde in der Zeit auch intensiv naturwissenschaftlich geforscht. Allerdings war das Verhältnis zwischen Naturwissenschaft und Kirche äußerst schwierige, wie sich an zwei Beispielen, Johannes Kepler und Galileo Galilei zeigt. Johannes Kepler, deutscher Naturphilosoph, Mathematiker, Astronom, Astrologe und Optiker, machte selbst Bekanntschaften mit den Hexenprozessen. So wurde seien Mutter Katharina der Hexerei angeklagt und wurde fünf Jahre festgehalten, bis ihr berühmter Sohn, zu dieser Zeit Mathematiker in Linz ihre Freilassung erreichen konnte. Johannes Kepler zählt zu den Begründern der modernen Naturwissenschaft, er entdeckte die Gesetze über die Planetenbewegung, die nah ihm Keplersche Gesetze genannt wurden, äußerte aber einmal, dass es besser wäre, sich im privaten solche Erkenntnisse über Entdeckungen mitzuteilen und öffentlich besser zu schweigen, wenn man nicht Hungers sterben wolle.

Galileo Galilei

Galileo Galilei (1564-1652) war ein weiteres Opfer der Zeit. Der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom, der auf mehreren Gebieten der Naturwissenschaft bahnbrechende Entdeckungen machte, wurde wegen seiner Theorie, nicht die Erde, sondern die Sonne sei der Mittelpunkt und die Erde drehe sich um die Sonne, vor ein Inquisitionsgericht gezerrt und musste seiner Theorie Abschwören und wurde zu Haft verurteilt. Dies wurde sehr schnell in Hausarrest umgewandelt. Allerdings landeten seine Werke auf dem Index der von der katholischen Kirche verbotenen Bücher.
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