Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Zeittafel der Hexenverfolgung Teil 4

Zeittafel Hexenverfolgung und Inquisition in Europa von Ende des 15. Jahrhunderts und der Hexenbulle von Papst Innozenz VIII. bis zu Galileo Galilei.














1484 Summis desiderantes Ketzer/Hexenbulle des Papst Innozenz VIII. Auf Wunsch von Heinrich Institoris und Jakob Sprenger. Mit dieser allgemein gehaltenen Bulle gelang es mit päpstlicher Autorität jeden Widerstand und Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Prozesse und Hinrichtungen im Keim zu ersticken. Richtet sich gegen den Abfall vom katholischen Glauben bei Männer und Frauen gleichermaßen. Der Vorwurf der Schadenszauberei konzentriert sich auf die Verhinderung der Fruchtbarkeit bei Mensch, Tier und Pflanze.
1487 Malleus Maleficarum (maleficarum, grammatikalisch weibliche Form Unholdin) Hexenhammer erscheint. Autoren: Heinrich Institoris und Jakob Sprenger. Dieses Werk betrachtet die Frau als Hauptfeindin der Kirche. Durch seine genauen Anweisungen für die Hexenprozesse.
1493 Torquemado wird Generalinquisitor von Spanien. Er macht ca. 100.000 Menschen den Prozeß, 10.000 davon werden verbrannt.
16. und 17. Jh. Besonders Frauen, aber auch Männer und Kinder. Vorwürfe: Hexenunwesen (d.h. Ketzervorwürfe auf Frauen zugespitzt, mit dem Zusatz der Schadenszauberei, und der Ausübung magischer Künste). Die Motive hinter den Vorwürfen lassen sich immer weniger rational erfassen. Man kann sie nur noch als frauenfeindlich und menschenverachtend bezeichnen. Hexenprozesse (im Gegensatz zum Ketzerprozess stand das Todesurteil im voraus fest) sind die Folge.
1520 Die massenhafte Hexenverfolgung in Europa findet ihr vorläufiges Ende.
1515-1588 Johann Weyer, oder Wier, lat. Wierus, auch Piscinarius (geboren 1515/1516 in Grave, Brabant, gestorben 1588 in Tecklenburg), Arzt, Literat und Gegner der Hexenverfolgung, veröffentlichte 1563 sein bekanntes Werk De praestigiis daemonum et incantationibus ac veneficiis (Über Wunder der Dämonen, Beschwörungen und Vergiftung). Weyer stellt die Behauptung auf, dass Hexen nicht mit Ketzern zu vergleichen seien, sondern dass es sich um alte, melancholische Frauen handelte, die nicht mehr alle Sinne beieinander haben, mutlos, schüchtern und geistig so verwirrt sind, dass sie glauben, Dinge vollbringen zu können, die in Wirklichkeit unmöglich seien. Durch Folter erpresste Geständnisse seien schreckliche Fehler. Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts verlange er die sofortige Freisprechung der Angeklagten, und sofern dies nicht möglich war, bestand er drauf, dass sie zumindest nicht gefoltert und getötet werden. Sein Werk landete ziemlich schnell auf dem Index der verbotenen Bücher und wurde von den Hexentheoretikern Jean Bodin und Martin Anton Delrio bekämpft. Der Gedanke von Johann Weyer und der Mut gegen den Strom zu schwimmen, bahnte allmählich ihren Weg und blieb auch nicht ohne Einfluss auf die Hexenverfolgung.
1517 Martin Luther veröffentlicht seine Thesen, was zur Aufspaltung der Kirche in einen katholischen und einen protestantischen Teil führte, der Reformation.
1524-26 Bauernkriege, Aufstand gegen die Obrigkeit.
1532 Die Peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karl V. kurz die Carolina genannt, schafft die gesetzliche Grundlage für die massenhafte Durchführung von Hexenprozessen in Deutschland. Die Carolina erlaubt die Folter nach festen Regeln, nur wenige Hexenkommissare halten sich an diese Regeln.
1540/42 Papst Paul III. richtet das Heilige Offizium in Rom ein, und die Inquisition, die ihre Befugnisse und Vorschriften vom Vatikan erhielt, wurde in fast allen christlichen Staaten eingeführt.
1555 Bulle Papst Pauls IV. gegen Juden. Im selben Jahr beginnt mit dem Augsburger Religionsfrieden die Gegenreformation.
1560-1660 Kleine Eiszeit, sie sorgt für Hungersnöte und Seuchen. Im gleichen Jahr beginnen die Hexenverfolgungen erneut. Neben der Hungersnöten wird auch die durch die kaltfeuchten Witterung begünstige Einschleppung von Halluzinogenen, wie beispielsweise Mutterkorn als eine Ursache für die neue Welle von Hexenverfolgungen angeführt.
1564-1642 Galileo Galilei. Er schuf die Grundlagen der Mechanik und wies der Astronomie neue Wege. Da er sich offen zum kopernikanischen Weltsystem bekannte, wurde er von der Inquisition 1633 zum Abschwören gezwungen. In seinem Dialog über die zwei Weltsysteme hatte er die Sonderstellung der Erde als Mittelpunkt der Welt angezweifelt


Hexenverfolgung Zeittafeln:

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