Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Zeittafel der Hexenverfolgung Teil 5

Zeittafel Hexenverfolgung und Inquisition in Europa von Ende des 14. Jahrhunderts und der Hexenbulle von Papst Innozenz VIII. bis zu Galileo Galilei.






























1583 In Wien wird Else Plainacher aus der Stadt Mank in Niederösterreich als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr Kind hatte epileptische Anfälle, was als Teufelsbesessenheit interpretiert wurde.
1584 Reginald Scot veröffentlichte das Werk The Discoverie of Witchcraft, in dem er konkrete Zauberkunststücke professioneller Gaukler beschrieb. Damit diente Reginald Scot der Volksaufklärung, da in der Zeit, alles was man nicht Verstand, als Teufelswerk und Hexerei abtat.
1585 Der Erzbischof von Trier lässt so viele Frauen als Hexen verbrennen, dass in zwei Dörfern jeweils nur noch zwei Frauen übrig blieben.
1596 Der Bischof von Gent lässt mehr als sechshundert Personen in weniger als sechs Wochen den Feuertod sterben.
Ende des 16. Jahrhundert Breitete sich Kultur und Zivilisation der Renaissance von Italien über ganz Europa aus und die kritische Vernunft erlangte wieder Bedeutung. In der Folge kommt es allmählich zum Niedergang der Inquisitionsgerichte.
1600 Der Nolaner Naturphilosoph Giordano Bruno wird in Rom als Ketzer verbrannt. Er hatte öffentlich von der Vorstellung eines unendlichen Weltalls und einer Vielzahl von Welten im Kosmos gesprochen.
1610 Letzte Hexenhinrichtung in Holland.
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg um politische und religiöse Vormacht in Europa. Ein Großteil der Schlachten finden auf deutschen Territorien statt, die Folgen sind Hungersnöte.
1620 Der Vatikan erlässt eine Verordnung über das Verfahren bei Hexenprozessen. Diese findet auf deutschen Territorien erst ab 1658 Anwendung.
1626-1630 Höhepunkt der Hexenverfolgung in Deutschland.
1630 Der Bischof von Würzburg lässt 1.200 Männer und Frauen verbrennen.
1630 Der Erzbischof von Bamberg lässt 600 Frauen und etliche Männer verbrennen.
1631 Friedrich Spee von Langenfled, Jesuitenpater, begleitet währen der Prozesse die Hexen seelsorgerisch und wurde zu einem überzeugten Gegner der Hexenverfolgung. Seine Erkenntnisse hatte er in dem Buch "Cautio Criminalis" (Vorsicht im Strafprozess) zusammengefasst und aus Sicherheitsgründen nicht unter eigenem Namen veröffentlicht. In seiner Schrift formuliert Friedrich Spee zum ersten Mal den Rechtsgrundsatz „In dubio pro reo“ – Im Zweifel für den Angeklagten. Im gleichen Jahr wird Anna Spee von Langenfeld, Tante von Friedrich Spee als Hexe hingerichtet. Wahrscheinlich ohne Wissen ihres Neffen.
1632/33 Prozess gegen Galileo Galilei in Italien. Der Naturwissenschaftler muss abschwören und wird danach unter Hausarrest gestellt.
1653 In Österreich wird Kaspar Haintz, der Wettermacher von Matzelsdorf, wegen Wettermacherei mit dem Schwert geköpft, die Leiche wird anschließend verbrannt.
1656-1658 200 Menschen erklären sich selbst für besessen und ziehen randalierend durch Dörfer und Städte. Höhepunkt einer Massenhysterie aus Angst vor Hexen.
1660 Die Jagd auf Hexen ebbt langsam ab.
1676 Der Erzbischof von Salzburg lässt 97 Frauen wegen Anstiftung einer Viehseuche verbrennen.
1676 Die Hexenverfolgung in Idstein liegt am Ende der letzten großen Prozesswelle.
1684 Letzte Hexenhinrichtung in England.
1692 Im kolonialen Amerika kommt es zu einer Reihe von Verurteilungen und Hinrichtungen wegen Hexerei. Benannt wurden die Hexenprozesse nach dem Dorf Salem, von wo die Ereignisse ausgingen. Insgesamt gab es 20 Hinrichtungen und weitere Todesopfer in Haft.
Um 1700 Beginn des Zeitalters der Aufklärung.
1736 In Schottland werden Gesetzte gegen das Verbrechen der Hexerei in aller Form aufgehoben.
1745 Letzte Hexenhinrichtung in Frankreich.
1775 Letzte Verurteilung einer Hexe zum Tod durch Verbrennung in Deutschland. Im Stift Kempten (Allgäu) wird wegen erwiesener Teufelsbuhlschaft Maria Anna Schwegelin zum Tode durch Verbrennen verurteilt. Das Urteil wird aber nicht verstreckt, Maria Anna Schwegelin stirbt 1781 in einem Zuchthaus in Kempten.
1782 Im Kanton Glarus (Schweiz) wird die letzte Hexe auf europäischen Boden verbrannt.
1790-92 Llorente, Sekretär der Inquisition von Madrid, schreibt die Geschichte der Inquisition und gibt die Zahl der Todesopfer mit 30.000 an.
1792 Letzte Hinrichtung in Polen.
1880 Montague Summers wird in Clifton bei Bristol in Südengland geboren. Er stirbt 1948 in Richmond. Der Literaturwissenschaftler und Dämonologe verfasste Bücher über Hexen, Vampire und Werwölfe. Wahrscheinlich war er Mitglied einer der zahlreichen altkatholischen Freikirchen, die sich nach dem 1. Vatikanischen Konzil aus Protest gegen den Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes von Rom abgespaltet hatten. Einige dieser altkatholischen Freikirchen rechtfertigten im Nachhinein nicht nur die Judenpogrome, sondern auch die Hexenverfolgung. Für Montague Sommers war der Hexenhammer eines der wichtigsten, weisesten und bemerkenswertesten Bücher in der Welt.


Hexenverfolgung Zeittafeln:

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