Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Kreuzzüge und Judenpogrome

Die Kreuzzugsbewegung in Europa löste bald auch Judenmassaker im Abendland aus. Schließlich lag der Gedanke nahe nicht nur in der Fremde gegen Ungläubige und Nicht-Christen zu kämpfen. Und so begann der Kampf gegen die Ungläubigen und Feinde Christi auch in Europa.

Furchtbare Metzeleien waren die Folge, hielten lange an, verwüsteten und rotteten jüdische Gemeinden ganz aus. Zehntausende von Juden, die es ablehnten, die Taufe zu empfangen, ließen durch Mord oder Selbstmord ihr Leben. Ein großes Gemetzel fand in Mainz statt, wo 1100 Juden ihre Angehörige und sich töteten, um sich nicht taufen lassen zu müssen. Die Todesbereitschaft ist bei den Juden meist viel ausgeprägter als in der Christenheit, da man mit dem Tod den göttlichen Namen zu heiligen dachte. Während der großen Judenverfolgungen - in der Pestzeit - bewunderten christliche Geschichtsschreiber sogar den jüdischen Todesmut.

Die blutigen Anfänge des Jahres 1096 waren der Anfang, mit dem sich der Judenhass des folgenden Jahrhunderts ankündigte. Im Laufe der nächsten zwei Jahrhunderte veränderte sich die Stellung der Juden in Europa radikal, waren sie erst ein anerkanntes Volk in Deutschland, wenn auch von ihrer Kultur her oft nicht verstanden, so wurden sie jetzt aus dem internationalen Handel vertrieben, mehr und mehr in den Geldverleih bugsiert, dessen Ausübung Christen untersagt war. Am Ende des 13. Jahrhunderts waren die Juden für die Christen nicht mehr Nachbarn, sondern die Ungläubigen Europas par excellente.

Die Lage der Juden verschlechterte sich auch durch die Gesetzgebung gründlich. Die Judentracht wurde festgelegt, den Juden wurde der Besuch christlicher Gasthäuser und Bäder, die Beschäftigung christlicher Dienerschaft, die Einrichtung neuer und Vergrößerung alter Synagogen verboten. Die Juden sollten und wurden dann auch von der übrigen Bevölkerung abgesondert, das Getto entstand, und ein besonderer Judenneid kam auf. Sie durften nicht mehr uneingeschränkt Handel treiben und auch keinen Grundbesitz erwerben. Die Juden wurden ins Geldgeschäft gedrängt, die Klage über die jüdische Wucherei erhob sich und wuchs heran. 1197 wird durch Kaiser Rudolf die sog. Kammerknechtschaft eingeführt. Die Juden mussten dem Kaiser eine besondere Steuer entrichten, dieser Rechtsstatus brachte ihnen dafür den besonderen, vor allem teuren, meist aber sogar unwirksamen Schutz des Kaisers.

Es gab aber auch entgegengesetzt auch immer Bestrebungen, der jüdischen Bevölkerung ihre Rechte zu gewähren (z.B. Bernhard von Clairvaux wandte sich gegen jede Gewalt zwischen Juden und Christen).

Nach dem Aufkommen der Pest im 14. Jahrhundert, werden vielerorts Juden zu Sündenböcken ernannt und in einem sogenannten reinigendem Feuer verbrannt.
Inhalte Kreuzzüge | Partnerseiten | Impressum
[Kalenderblatt & Naturkatastrophen] [Leckere Kochrezepte] [Spanien Bilder & News] [Darkover]
[Online Wissensdatenbank]
[Aktuelles aus der Bundesliga] [Aktuelles aus Hamburg]