Kreuzzüge in der Geschichte

Kreuzzug, Inquisition, Hexenverfolgung

Kreuzfahrerstaaten

Während der Kreuzzüge bildeten sich auch eine Reihe von Kreuzfahrerstaaten. Der erste war die Grafschaft Edessa, die 1098 während des 1. Kreuzzugs gegründet wurde. Bereits 1144 fiel die Grafschaft Edessa allerdings wieder an den islamischen Herrn von Mosul und Aleppo, was den Zweiten Kreuzzug auslöse. Die vier ursprünglichen Kreuzfahrerstaaten im Gebiet Palästina und Syrien waren das Königreich Jerusalem, das Fürstentum Antiochia, die Grafschaft Edessa und die Grafschaft Tripolis.

Während des Vierten Kreuzzugs, bei dem das Byzantinische Reich von den Kreuzfahrern erobert wurde, bilden sich vier weitere Kreuzfahrerstaaten: Lateinische Kaiserreich, Königreich Thessaloniki, Herzogtum Athen und das Fürstentum Aachaia.

Die Kreuzfahrerstaaten im Überblick

Fürstentum Aachaia

Einer von drei Vasallenstaaten des Lateinischen Kaiserreichs. Gegründet 1205 von Wilhelm von Champlitte. Der letzte Fürst von Aachaia war der Usurpator Centurione Zaccharia (1404 bis 1432), nach seinem Tod fällt das Fürstentum Aachaia wieder an das Byzantinische Reich.

Fürstentum Antiochia (1. Kreuzzug)

Das Fürstentum Antiochia wurde 1098 von Bohemund I. (1098 bis 1111) errichtet, 1268 von Sultan Baibars von Ägypten erobert. Letzter Fürst von Antiochia war Bohemund VI. (1252-1268), der bis 1275 Graf von Tripolis bleibt.

Herzogtum Archipelagos, auch Herzogtum Naxos

1207 von Marco Sanudo geschaffen. 1566 wird der letzte christliche Herzog Jacopo IV. Crispo von Sultan Selim II. abgesetzt. Er setzt den Portugiesen Joseph Nasi, einen einflussreichen jüdischen Diplomaten und Bankier als Herzog ein, der noch bis 1579 herrscht.

Herzogtum Athen (anfangs Herzogtum Theben)

Das Herzogtum Athen urde während des 4. Kreuzzugs nach der Eroberung Konstantinopels gegründet. Der erste Herzog von Athen war der burgundisch Ritter Otto de la Roche.

Grafschaft Edessa (1. Kreuzzug)

1098 von Balduin von Boulogne, Bruder von Gottfried von Bouillon, gegründet, 1144 fällt die Stadt, was zum Auslöser des 2. Kreuzzugs wird. Edessa liegt in der Osrhoene in Kleinasien. Die Grafschaft gehörte zu den vier ursprünglichen Kreuzfahrerstaaten.

Herrschaft Gibelet

Ein Lehen der Grafschaft Tripolis, erster Herr von Bigelet wird Wilhelm I. Embriaco, ein Genuese. 1302 wird die Herrschaft Gibelet unter Druck der Mameluken friedlich aufgegeben. Letzte Herrscherin ist Maria Embriaco (1282-1302).

Königreich Jerusalem (1. Kreuzzug)

Das Königreich Jerusalem (Outremer) bestand zwischen 1099 und 1291. 1187 wurde das Königreich von Sultan Saladin zurückerobert, dann 1229 durch Friedrich II. wieder erobert, 1244 geht die Stadt Jerusalem für die Christen endgültig verloren. Letzter König von Jerusalem ist Heinrich II. von Lusignan (1285-1291). Erster König ist Gottfried von Bouillon, der sich allerdings nicht König nennt und bereits 1100 stirbt.

Vasallen des Königreich Jerusalem

Dem westeuropäischen Feudalismus entsprechend war das Königreich Jerusalem in eine Reihe kleinere Herrschaften aufgeteilt. Dazu gehörten die Grafschaft Jaffa und Askalon, Herrschaft Ramlo, Herrschaft Ibelin, Herrschaft Mirabel, Fürstentum Galiläa, Herrschaften Beirut, Nazaret und Haifa (Vasallen des Fürstentums Galiläa), Herrschaft Banias, Toron, Sidon, Schuf, Oultrjordain und verschiedene andere Herrschaften.

Lateinisches Kaiserreich

Das Lateinische Kaiserreich (Imperium Romaniae, Kaiserreich Romania) wurde von den Franken, wie die westlichen Kreuzfahrer bezeichnet wurden und Venezianern 1204 während des Vierten Kreuzzuges installiert. Das Lateinische Kaiserreich bestand bis 1261, dan eroberte Michael VIII Konstantinopel, letzter Kaiser war Balduin II. (1228-1261).

Königreich Thessaloniki

Das Königreich Thessaloniki bestand nur zwischen 1204 und 1224, das Königreich wird durch den Despoten von Epirus Thoedoros I. Angelos erobert.

Toron (heute Tibnin)

Eine wichtige Burg der Kreuzfahrer, die von Hugo von St. Omer 1105 in den Bergen an der Straße von Tyrus nach Damaskus gebaut wurde. Die Burg war Mittelpunkt der Herrschaft Toron. Nach der Schlacht von Hattin wird die Burg Toron von Sultan Saladin 1187 erobert. Sultan al-Mu'azzam lässt die Burg 1219 schleifen.

Grafschaft Tripolis (1. Kreuzzug)

Die Grafschaft Tripolis wurde im Zuge des Ersten Kreuzzuges durch Raimund von Toulouse gegründet, 1289 zurückerobert. Die letzte Herrscherin ist Lucia von Tripolis (1287-1289).

Hafenstadt Akkon

Die Hafenstadt Akkon war kein eigener Kreuzfahrerstaat. Die Stadt wurde 1104 von den christlichen Kreuzfahrern unter Balduin erobert. 1187 wurde die Stadt von Sultan Saladin zurückerobert, 1191 gelang es Richard Löwenherz Akkon wieder zurück zu erobern und die Stadt zur Hauptstadt des Rests des Königreichs Jerusalems zu machen. Von 1244 an war Akkon der letzte Stützpunkt der Kreuzfahrer, die Festung fällt am 18. Mai 1291, damit waren die Kreuzzüge definitiv gescheitert.
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